Quand Thomery fête Saint-Vincent

Cette commune s’enorgueillit d’avoir été pendant deux siècles un haut-lieu de la culture du raisin de table en région parisienne. Les pieds de chasselas doré étaient cultivés sur espaliers le long de murs qui couraient sur plus de deux cents kilomètres tout le long du village.  (en savoir plus ici)

Une fois cueillies, une innovation au milieu du 19eme siècle a permis de conserver les grappes, qui avaient l’extrémité de leur sarment plongée dans une solution d’eau et de charbon de bois en poudre,  pendant plusieurs mois, et d’être servies  jusqu’au printemps sur les tables des parisiens et jusqu’à la cour de Russie !

Si cette industrie a périclité avec les temps modernes, la mémoire en reste vive et une confrérie, la Confrérie Saint-Vincent de Thomery, la fait vivre, qui fêtait ce samedi 20 janvier la Saint-Vincent, patron de vignerons.
Plus de 400 familles en font partie.

Une dizaine de confréries avaient répondu à l’appel, venues beaucoup des environs (St-Fargeau Ponthierry, Brie de Melun, Ville St-Jacques, Flagy…) et du nord de la Bourgogne voisine (Sens, Crèvecoeur, Villeneuve la Guyard, Villeneuve sur Yonne).

Mais aussi de les Echansons de France, venus de Paris, et le Clos de Clamart !

Au programme : défilé en musique des confréries,

les trompettes de l’aubépine de Champagne/Seine

messe, accueil du « bâtonnier » (chaque année un nouveau bâtonnier est désigné pour représenter la Confrérie), puis en route pour un vin chaud devant la maison du nouveau « bâtonnier »!

Beaucoup des participants se sont retrouvés ensuite aux « Tilleuls » pour un déjeuner aux petits oignons. Une bonne adresse !

Merci au Grand-Maître Michel Héluin et à toute la confrérie pour leur accueil, et pour maintenir cette tradition séculaire !

Avec Schubert

Commençons l’année en musique.
Voici un compositeur, prolifique malgré sa vie brève, qui nous a laissé, parmi des centaines de lieder, moultes airs à boire (trinklieder), mettant en musique des oeuvres d’auteurs variés.

Nous les avons retrouvés sur le catalogue Deutsch,  catalogue de référence des œuvres de Franz Schubert dressé par le musicologue Otto Erich Deutsch au milieu du xxe siècle. Les voici, avec en prime un punschlied sur un poème de Schiller. Les paroles sont en v.o., on peut trouver des traductions en anglais sur le site https://www.schubertsong.uk

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D75 (1813) : Freunde, sammelt euch im Kreise… (Friedrich Schäffer (1772-1800))

C’est en quelque sorte un hymne à l’amitié et à la fraternité

Freunde, sammelt euch im Kreise,
Freut euch nach der Väter Weise,
Stimmt in lautem Jubel ein.
Freundschaft reicht den Wonnebecher
Zum Genuss dem frohen Zecher,
Perlend blinkt der gold’ne Wein.
Schliesst in dieser Feierstunde
Hand in Hand zum trauten Bunde,
Freunde, stimmet fröhlich ein,
Lasst uns alle Brüder sein!
Freunde, seht die Gläser blinken,
Knaben mögen Wasser trinken,
Männer trinken edlen Wein.
Wie der gold’ne Saft der Reben
Sei auch immer unser Leben,
Stark und kräftig, mild und rein.
Unsern Freundesbund zu ehren
Lasset uns die Gläser leeren!
Stark und kräftig, mild und rein
Sei das Leben, sei der Wein!

Wein und Liebe D901 (Friedrich Haug 1761-1829)

l’amour et le vin vont bien ensemble…

Liebchen und der Saft der Reben
teilen meines Herzens Glut,
und beseligen mein Leben:
sie ist reizend, er ist gut.

Liebchen macht den Wein mir werter,
sie kredenzt so freundlich ihn.
Auch mein Liebchen strahlt verklärter,
wenn ich voll des Nektars bin.

Doppelt ist mein Herz geangelt:
Wein und Liebchen preis’ ich hoch,
wenn zuweilen eines mangelt,
tröstet mich das and’re doch.

Beiden ewig anzuhängen,
schwöre frohen Mutes ich;
sie begeistern zu Gesängen,
ja, zu heil’gem Wahnsinn mich.

Wagt’s, mein Liebchen anzublicken!
kostet meinen Tafelwein,
und, o Freunde, mit Entzücken
stimmt ihr in mein Loblied ein.

So verschön’ ich ohne Kummer
täglich meinen Lebenslauf;
Bacchus dank’ ich süßen Schlummer,
Amor weckt mich wieder auf.

D169 (chant de guerre avant la bataille, Theodor Körner 1791-1813)

Ce chant est à prendre au sérieux, Körner mourut à 22 ans en combattant l’armée napoléonienne.

Schlacht, du brichst an!
Grüßt sie in freudigem Kreise,
Laut nach germanischer Weise.
Brüder heran!
Noch perlt der Wein;
Eh’ die Posaunen erdröhnen,
Laßt uns das Leben versöhnen.
Brüder schenkt ein!
Gott Vater hört,
Was an des Grabes Thoren
Vaterlands Söhne geschworen.
Brüder, ihr schwört!
Vaterlands Hort,
Woll’n wir’s aus glühenden Ketten
Todt oder siegend erretten.
Handschlag und Wort!
Hört ihr sie nahn!
Liebe und Freuden und Leiden,
Tod! du kannst uns nicht scheiden!
Brüder stoßt an!
Schlacht ruft! hinaus!
Horch, die Trompeten werben.
Vorwärts auf Leben und Sterben!
Brüder trinkt aus!

D356 (anonyme)
En résumé : que le vin qui pétille est beau !

Stimme:
Funkelnd im Becher
So helle so hold,
Blinket hochschäumend,
Blinkt perlend das Gold
Der süssen, der köstlichen Reben.

Es glänzet auch uns wohl
So freundlich, so hold,
Hell wie der Reben
Erquickendes Gold
Das wogende herrliche Leben.

Chor:
Drum, freudiger Zecher,
Erhebet die Becher,
Es funkelt der Wein
Wohl so [freundlich]1, so hold,
Es funkelt das wogende
Leben wie Gold!
Trinket! Trinket!

Trinklied D148 (Ignaz Franz Castelli 1781-1862)

C’est un lied un peu grave. Buvons, avant que la mort ou des malheurs ne nous arrivent.

Eine Stimme.
Brüder! unser Erdenwallen
Ist ein ew’ges Steigen, Fallen,
Bald hinauf, und bald hinab;
In dem drängenden Gewühle
Gibt’s der Gruben gar zu viele,
Und die letzte ist das Grab.

Chor.
Darum, Brüder! schenket ein,
Muss es schon gesunken sein,
Sinken wir berauscht vom Wein.

Voir le texte complet et sa traduction en anglais sur le site schubertsong.uk

Freundschaft und Wein D 183 (Alois Zettler 1778-1828)

Sans amis et sans vin, la vie ne vaut rien…

Ihr, Freunde und du goldner Wein
Versüßet mir das Leben,
Ohn’ euch Beglücker wäre fein
Ich stets in Angst und Beben.
Chor. Ohne Freunde, ohne Wein
Möcht ich nicht im Leben sein.

Wie Manchen seh ich nach dem Kuss
Des spröden Liebchens streben;
Doch folget nicht auch Überdruss
Dem Wechselküssegeben?
Chor. Ohne Freunde, ohne Wein
Mag ich nicht bey Mädchen sein!

Wer Tausende in Kisten schließt,
Nach mehreren noch trachtet,
Der Freunde Not und sich vergisst,
Sei reich, von mir verachtet!
Chor. Ohne Freunde, ohne Wein
Mag ein andrer reicher sein!

Ohn’ allen Freund, was ist der Held?
Was sind des Reichs Magnaten?
Was wär’ ein Herr der ganzen Welt?
Sind alle schlecht beraten!
Chor. Ohne Freunde, ohne Wein
Möcht ich selbst kein Kaiser sein!

Und soll es in der Zukunft Port
Der Freuden höchste geben:
So winke mir schon an der Pfort
Ein Freund und Saft der Reben!
Chor. Sonst will ohne Freund und Wein
Ich selbst nicht im Himmel sein.

Trinklied  D267 (Anonyme, 1815)

Que chacun soit gai et sans souci !

Auf! Jeder sei nun froh und sorgenfrei!
Ist noch Jemand, der mit Gram
Schwer im Herzen zu uns kam:
Auf! auf! er sei nun froh und sorgenfrei!

Punschlied D 277 (Friedrich von Schiller 1759-1805)

Schiller nous donne la recette du punsch, avec 4 éléments : jus de citron, sucre, eau gazeuse, eau-de-vie…

Vier Elemente,
Innig gesellt,
Bilden das Leben,
Bauen die Welt.

Presst der Zitrone
Saftigen Stern,
Herb ist des Lebens
Innerster Kern.

Jetzt mit des Zuckers
Linderndem Saft
Zähmet die herbe,
Brennende Kraft.

Gießet des Wassers
Sprudelnden Schwall,
Wasser umfänget
Ruhig das All.

Tropfen des Geistes
Gießet hinein,
Leben dem Leben
Gibt er allein.

Eh es verdüftet,
Schöpfet es schnell,
Nur wenn er glühet,
Labet der Quell.

Trinklied aus dem 14. Jahrhundert D847 (Franz Gräffer ? )

Chanson du 14ème (? ou plutôt 16ème selon le catalogue Deutsch) siècle :La nonne, le prêtre, les serviteurs, l’abbé, le prieur, les travailleurs, pour le roi et pour le pape… tout le monde boit du vin sans eau et sans rien laisser !

Edit Nonna, edit Clerus,
Ad edendum nemo serus,
Bibit ille, bibit illa,
Bibit servus cum ancilla.

Bibit Abbas cum Priore,
Bibit coquus cum factore,
Et pro Rege et pro Papa,
Bibunt vinum sine aqua.

Et pro Papa et pro Rege
Bibunt omnes sine lege,
Bibunt primum et secundo
Donec nihil sit in fundo!

Trinklied im Mai, D 427 (Ludwig Christoph Heinrich Hölty 1748-1776)

C’est une ode au printemps, au mois de Mai, au vin et à l’amour…. Couronnez les tonneaux, et servez moi du vin !

Bekränzet die Tonnen
Und zapfet mir Wein;
Der Mai ist begonnen,
Wir müssen uns freun!
Die Winde verstummen,
Sie atmen noch kaum;
Die Bienlein umsummen
Den blühenden Baum.

Die Nachtigall flötet
Im grünen Gebüsch;
Das Abendlicht rötet
Uns Gläser und Tisch.
Bekränzet die Tonnen,
Und zapfet mir Wein;
Der Mai ist begonnen,
Wir müssen uns freun!

Zum Mahle, zum Mahle,
Die Flaschen herbei!
Zween volle Pokale
Gebühren dem Mai!
Er träuft auf die Blüten
Sein Rot und sein Weiß;
Die Vögelein brüten
Im Schatten des Mais
.

Er schenket dem Haine
Verliebten Gesang,
Und Gläsern beim Weine
Melodischen Klang;
Giebt Mädchen und Knaben
Ein Minnegefühl
Und herrliche Gaben
Zum Kuss und zum Spiel.

Ihr Jüngling’, ihr Schönen,
Gebt Dank ihm und Preis!
Lasst Gläser ertönen
Zur Ehre des Mais!
Es grüne die Laube,
Die Küsse verschließt!
Es wachse die Traube,
Der Nektar entfließt!

Es blühe der Rasen,
Wo Liebende gehn,
Wo Tanten und Basen
Die Küsse nicht sehn!
Ihr lachenden Lüfte,
Bleibt heiter und hell!
Ihr Blüten voll Düfte,
Verweht nicht so schnell!

Trinklied im Winter D242 (Ludwig Christoph Heinrich Hölty)

Le vent du nord rugit, buvons mes frères, le vin du noble Rhin!

Das Glas gefüllt!
Der Nordwind brüllt;
Die Sonn ist niedergesunken!
Der kalte Bär
Blinkt Frost daher!
Getrunken, Brüder, getrunken!

Die Tannen glühn
Hell im Kamin,
Und knatternd fliegen die Funken!
Der edle Rhein
Gab uns den Wein!

Getrunken, Brüder, getrunken!

Der edle Most
Verscheucht den Frost
Und zaubert Frühling hernieder:
Der Trinker sieht
Den Hain entblüht,

Und Büsche wirbeln ihm Lieder!

Er hört Gesang
Und Harfenklang
Und schwebt durch blühende Lauben;
Ein Mädchenchor
Rauscht schnell hervor
Und bringt ihm goldene Trauben!

Saus immerfort,
O Winternord,
Im schneebelasteten Haine!
Nur streu dein Eis,
O lieber Greis,
In keine Flaschen mit Weine!

Der stolzen Frau
Färb braun und blau
Den Kamm, der adlich ihr schwillet!
Nur musst du fliehn
Den Hermelin,
Der junge Busen verhüllet.

Trinklied (Bachus, feister Fürst des Weins), D 888 (Shakespeare, Antoine et Cleopâtre, acte II, scène 7)

Voici le texte de Shakespeare

‘Come, thou monarch of the vine, 
Plumpy Bacchus, with pink eyne!
In thy fats our cares be drown’d,
With thy grapes our hairs be crown’d:
⁠Cup us, till the world go round, ⁠
⁠Cup us, till the world go round!’

mais Schubert compose pour le texte en allemand

Bachus, feister Fürst des Weins,
Komm mit Augen hellen Scheins,
Unsre Sorg ersäuf dein Fass,
Und dein Laub uns krönen lass,
Füll uns, bis die Welt sich dreht,
Füll uns, bis die Welt sich dreht.

les voeux du Bon Clos pour 2024

Voici une nouvelle année qui s’annonce, et c’est avec cette bouteille de champagne effervescent servie lors du sacre du jeune Louis XV  il y a 3 siècles, en octobre 1722, que le Bon Clos la souhaite belle et bonne à ses lecteurs.

 Nous l’avons découverte au Musée Carnavalet, point d’orgue d’une exposition sur la Régence.

Le Bon Clos poursuit son bonhomme de chemin, et rituellement se retourne pour contempler le chemin parcouru. Cette année, nous avons 

Soyons oecuméniques, trinquons à l’année nouvelle avec ces devises en usage en Slovénie :

V Čast Vini in Domovini !
(En l’honneur du vin et de la patrie)
In Honorem Dei et In Honorem Vini !

En noir et blanc et en couleurs

Deux expositions où l’on se presse en ce moment au Petit Palais, sur l’art de la gravure (Trésors en noir et blanc) et le Paris de la modernité.

Dürer, Callot, Rembrandt, et bien d’autres. Impressionnante galerie de gravures, où l’on distingue cette estampe de Francisco de Goya, Los Duendecitos, qui représente trois « petits lutins » buveurs de vin, caricatures de moines goulus.

Elle fait partie de la série des caprichos, 80 gravures moquant la société espagnole de la fin du 18ème siècle, dont est extraite aussi celle-ci (Nadie nos ha visto= personne ne nous a vus) où l’on voit des moines se gobergeant verre en main :

Cette photo en noir blanc du danseur étoile des Ballets russes Nijinski portant une grappe de raisin fera la transition avec le Paris de la modernité.

Ce « banquet de Braque » de Maria Vassilieff aurait pu faire aussi la transition. Il commémore le banquet offert en l’honneur de Braque et Matisse, rentrant du front, blessés, en 1917.

A côté de l’auteure, découpant la dinde, Matisse, Blaise Cendrars qui a perdu un bras, Georges et Marcelle Braque, en face de Picasso(en double exemplaire ?) etc. et Modigliani debout qui vient faire un esclandre à son ex, Beatrice Hastings…

Autre gloire de l’époque, le brésilien Santos Dumont, pionnier de l’aviation, invite à s’envoyer en l’air avec Bénédictine.

S’il fallait monter dans les nues pour boire de la Bénédictine, il y a longtemps que le problème de la locomotion aérienne serait résolu, nous dit-il.

Voici enfin une scène festive de grande taille (près de 3 m sur 4). On y boit, on y joue de la musique et on y danse. C’est la danse du pan-pan au Monico (un ancien cabaret de la place Pigalle) de Gino Severini (vers 1911). Un tourbillon !

A Marseille, au Musée des Beaux-Arts

C’est au Palais Longchamp, château construit en pierre de Calissane et inauguré en 1869 pour accueillir les eaux de la Durance conduites par le canal de Marseille, qu’est logé depuis lors ce joli musée créé sous le Consulat.

Il abrite bien des trésors, comme cette vue du Cours (aujourd’hui Belsunce) , du peintre Michel Serre, après la grande peste de 1720 qui emporta la moitié de la population.

Mais ne nous dispersons pas. On peut aussi y voir cette statue de Lesbie, une coupe à la main, et de son moineau, de François Truphème (1820-1888).

Lesbie, « muse aux moeurs très volages » aimée du poète Catulle, vivait au 1er siècle avant notre ère à Rome. Elle tient ici une coupe à la main, et tient sur l’épaule un passereau qui ne l’a quittait pas, mais

Pleurez, Grâces ; pleurez, Amours ; pleurez, vous tous, hommes aimables !
il n’est plus, le passereau de mon amie, le passereau, délices de ma Lesbie !
ce passereau qu’elle aimait plus que ses yeux ! Il était si caressant !
il connaissait sa maîtresse, comme une jeune fille connaît sa mère :
aussi jamais il ne s’éloignait d’elle ; mais, voltigeant sans cesse autour de Lesbie,
il semblait l’appeler sans cesse par son gazouillement.
Et maintenant il erre sur ces ténébreux rivages que l’on passe, dit-on, sans retour.

Un peu plus loin, Bacchus se repose, une grappe à la main (oeuvre de Gilles Garcin (1647-1702))

Sur la grève , des pêcheurs pique-niquent

et l’un boit à la régalade (oeuvre d’Alphonse Moutte 1840-1913).

Terminons avec. ce festin nocturne (détail), d’Adolphe Monticelli (1824-1886), qui inspira Van Gogh.

Lui-même influencé par Watteau, » il peignit de nombreuses  scènes de parc, dans la tradition des Fêtes galantes : ainsi, Festin nocturne de 1875. »

La Régence

Elle n’a duré que 8 ans, mais annonce les temps nouveaux.

EN 1715, à la mort de Louis XIV, son arrière-petit -fils Louis XV n’a que 5 ans, et c’est le neveu Philippe d’Orléans qui assure l’interim jusqu’aux 13 ans du roi (sa majorité).

Après le très chrétien Roi Soleil, c’est un libre penseur, un libertin, un artiste (peintre et musicien) qui quitte Versailles pour Paris et prend les commandes de la France.

C’est cette courte histoire que nous fait revivre le musée Carnavalet avec l’exposition « la Régence à Paris ».

Voici le temps des fêtes, bacchanales et débauches, illustré par Bernard Picart.

Suivons Bacchus avalons sa liqueur Ah ! qu’elle a de douceur

Il s’en passait de belles au château de La Muette !

Initié à la peinture par Charles Coypel, le Régent dessine les cartons de tapisseries illustrant les amours de Daphnis et Chloé. Voici celle intitulée les Vendanges.

Ces deux détails sont extraits de « Daphnis et Chloé : les Noces ». (à gauche, le banquet de noces, à droite la reconnaissance de Chloé)

Nous retrouvons Alexis Grimou, une vieille connaissance, avec ce « marquis d’Artaguiette en buveur« , qui date de 1720.

Ces deux épicuriens sont attribués à Jacques Autreau, un auteur de théâtre fameux à l’époque.

On connait ses buveurs de vin et son verre en lévitation.

François Boucher, né en 1703, était tout jeune lorsqu’il a fait cette gravure d’après Watteau d’un « jeune homme portant un plateau et d’un valet tirant des bouteilles d’une corbeille » (1730).

Des bouteilles du sacre peut-être ?

Bouteille portant le sceau du sacre de Louis XV, 1722

(Il serait intéressant de savoir où cette bouteille a été fabriquée, la première verrerie royale « à la façon d’Angleterre » ayant été fondée en 1723 à Bordeaux par l’anglo-irlandais Pierre Mitchell )

Louis XV fut consacré à Reims le 25 octobre 2022, à l’âge de 12 ans.

« Le vin servi ce jour-là est du vin de Champagne, effervescent (pétillant), ou tranquille (sans bulles).
Le champagne est le vin préféré de la cour et particulièrement du Régent, comme l’écrit sa mère, la Princesse Palatine : Quand mon fils boit un peu trop, il ne fait pas usage de fortes liqueurs, mais de vin de Champagne.
« 

Ici finit l’histoire de la régence, et Philippe , nommé  »principal ministre », décédera un an plus tard.

Post Scriptum : la bouteille présentée ci-dessus serait l’unique rescapée des 6000 bouteilles bues à l’occasion du sacre. Vendue avec d’autres vieux flacons par une collectionneuse américaine en 2020,elle a été acquise par la famille Tartiner qui en a fait don au Palais de Tau, l’ancienne résidence épicopale à Reims.( Voir l’article de francetvinfo)

Pepito

Cette pièce de Jacques Offenbach, créée en 1853, est, dit-on, « le prototype de toutes ces œuvres brèves, monologues musicaux, saynètes à  deux ou trois personnages, qui permirent à  Offenbach d’alimenter le théâtre des Bouffes-Parisiens « . Nous apprenons qu’elle se donnera en version concert à l’Odéon de Marseille début janvier, sous la baguette de J.C.Keck.

Si nous en parlons, c’est qu’elle recèle un air à boire bien sûr, un de plus dans la production du Maître. L’histoire, trop banale pour être contée, se déroule au pays basque. De retour au village, Miguel, ami d’enfance de Manuelita, en tombe amoureux. Mais il a un rival (Vertigo) et l’aimée est déjà fiancée (à Pepito)…

Nous en avons trouvé une version franco-allemande, il est vrai que » Das Mädchen von Elizondo » a connu le succès outre Rhin ; heureusement les airs chantés sont en français. L’air commence à 27 m 43s

MIGUEL.
Bruit charmant
Doux à mon oreille.
VERTIGO, MANUELITA.
Pan, pan, pan !
MIGUEL.
Bruit charmant
Du bouchon sautant !
VERTIGO, MANUELITA.
Pan, pan, pan !
MIGUEL.
Gardien de la liqueur vermeille,
Mon pouce aidant,
Ouvre-lui vite la bouteille
En t’échappant !
Lorsque du bouchon le fil se rompant
Le liège libre, enfin s’échappant
S’élance dans l’air et va le frappant,
Répétons en chœur son joyeux pan pan !

MANUELITA.
Bruit plus doux
Du nectar qui coule !
MIGUEL, VERTIGO.
Gloux, gloux, gloux !…
MANUELITA.
Bruit plus doux,
Tu sais plaire à tous ! 
MIGUEL, VERTIGO.
Gloux, gloux, gloux !
MANUELITA.
De la rouge et vineuse houle
Refrain si doux,
Tu rendrais l’oiseau qui roucoule
De toi jaloux !
Lorsque du nectar les flots en courroux
Jettent à l’oreille leur refrain si doux,
Les bras enlacés, nous rapprochant tous,
Répétons en chœur les joyeux gloux gloux !

Au même Odéon de Marseille on a pu voir et écouter en décembre la Permission de Dix heures,  un opéra comique en un acte, composé en 1867. Là, pas d’air à boire, mais une scène de griserie croquignolesque ( le soldat Larose Pompon et le sergent alsacien Lantenrnick sont amoureux)….

Ci-dessous un extrait d’une production du Festival Offenbach d’Etretat 2018 (à 7m 20s)

Le bon fruit de la vigne…

donne de la force aux amants !

C’est ce que prêche Bacchus, tentant de consoler un amoureux malheureux, après avoir reconnu qu’il ne guérissait pas les blessures d’amour.

Nous sommes dans l’Orfeo d’Antonio Sartorio, un compositeur vénitien (1630-80), joué récemment à l’Athénée sous la direction du chef Jarousski. C’est une oeuvre brillante, aux nombreux personnages, comportant plus de 50 airs, et qui annonce l’opera seria.

Le propre frère d’Orphée, Aristeo, amoureux sans succès d’Euridyce, songe au suicide quand Bacchus, suivi de satyres et de bacchantes, vient s’interposer :

Se d’amore le ferite
Risanar Bacco non sà
Il buon frutto de la vite
Agl’ amanti forze dà.
Sù bevete
Sù godete
Che bevendo
Che godendo
Mi direte chi vai più
O lo strale di Cupido
O di Bacco la virtù.

Il est de nombreuses oeuvres s’inspirant du mythe d’Orphée, celle-ci est à la fois drôle, avec des personnages truculents comme Erinda, Achille et Hercule, et tragique. Les personnages sont en proie aux supplices d’un amour jamais partagé, et quand il l’est, torturé par la jalousie.
Elle connut un franc succès au 17ème siècle, avant de tomber dans l’oubli. Son message ? Défions nous de Cupidon et de ses flèches, préférons la vertu de Bacchus !

On trouve en ligne cette version jouée par le COLLEGIUM MUSICUM RIGA, en 2021

Malheureusement, la scène avec Bacchus (à 1h37m) est tronquée… On se reportera au livret

ou à la partition pour plus d’information.

Erst trinken wir noch eins

« Buvons encore un coup, d’abord« .

Voici une chanson que l’on pouvait entendre en Allemagne dans les années 30. On la doit à Willy Rosen, un pianiste fantaisiste prolifique (il composa plus de 600 chansons) qui se produisait dans les cabarets de Berlin.

Elle-ci nous parle d’un père de famille (les enfants, soyez sympa !) qui n’a pas de quoi payer le loyer (mais le proprio peut attendre…), Garçon ! une bière ! et à la pause, une saucisse, et on a soif à nouveau…

Kinder, kommt, und seid jemütlich. Jetzt ist es jrade so nett
Kinder, kommt, und seid doch friedlich.

Zanken könnt ihr euch im Bett!
Ick hab noch das Jeld für die Miete bei mir, der Hauswirt kann warten. Herr Ober, ein Bier!
Erst trinken wir noch eins, erst trinken wir noch eins und dann jehn wir noch nich nach Hause
Erst trinken wir noch eins, erst trinken wir noch eins und dann machen wir eine Pause
Und in der Pause, da essen wir ‘ne Wurscht, denn nach so ‘ner Wurscht kriegt man immer
Wieder Durscht, hmm!
Dann trinken wir noch eins, dann trinken wir noch eins, und dann jehn wir noch nich nach
Hause
Bier her, Bier her, oder ick fall um!
Kinder, ach, wie schön wars früher, da hat man doch noch jelebt
Heut kommt der Jerichtsvollzieher der blaue Vöjelchen klebt
Doch schleppt er auch weg unser Prachtgrammophon – das Lied, worauf’s ankommt, das
Kenn’n wir ja schon:
Erst trinken wir noch eins …
Trink’ma noch’n Tröppchen, trink’ma noch’n Tröppchen aus det kleene Henkeltöppchen
Trink’ma noch’n Tröppchen, trink’ma noch’n Tröppchen aus det kleene Henkeltöppchen
Prost Rest! Prost Rest! Prost Rest!

La chansons a été popularisée par les Comedian Harmonists, un groupe vocal qui connut un succès international à l’époque.

Les chansons de Willy Rosen sont pleines d’humour, on peut en écouter une quarantaine sur Youtube. Certaines sont attendrissantes comme ce  »Venezuela » (« Venezuela Tango! Der Text ist von Schwenn, Schäffers und mir. Der Musik, ist also von mir » April 1932) où tout le monde est heureux… (texte et beaucoup d’information dans les commentaires).

Mais c’était le bon temps, le bon temps c’est fini…

Willy Rosen, réfugié en Hollande, fut rattrapé par la solution finale et mourut à Auschwitz en septembre 1944. On pourra lire son histoire sur le site https://textundmusikvonmir.co.uk.

portes ouvertes à Bandol

Portes ouvertes dans une quinzaine de domaines ce week-end, une occasion de goûter les vins de l’année… et les autres.

Il y avait du monde chez Ray-Jane, un domaine que nous connaissons bien,

et qui a le privilège d’abriter un musée qui regorge de trésors bachiques : tonnelets sculptés, chefs d’œuvres de compagnons, gourdes à vin,

anciens outils..

collectionnés avec amour par Raymond Constant,

et mis en valeur par son fils Alain

A noter cette note édifiante de l’Empereur, qui, à peine remis de la bataille de Wagram, trouve le temps de gérer le personnel resté en métropole.

On a pu déguster outre les vins nouveaux de l’année, et des vins des années précédentes.. Nous avons flashé sur le Bandol rouge 2018, une explosion d’arômes de fruits rouges, un délice. Tout cela en musique,

et agrémenté de sympathiques provisions de bouche. Merci !

On ne pouvait en rester là, c’est chez Guilhem Tournier (hier domaine Roche Redonne) que nous avons clos notre tour. On ne peut le rater quand on circule sur l’autoroute.

A noter Ruby, (assemblage Syrah, Carignan, Mourvedre) : un vin naturel, inhabituel, et bien plaisant.